Die Kinder der Utopie Die Kinder der Utopie

Der Film öffnet die Augen für ein großes Ganzes, sehr tröstlich und unprätentiös, eher beiläufig, so wie das Leben nun mal ist. Bravo!

— Annette Frier, Schauspielerin

DIE KINDER DER UTOPIE – ein Film über Inklusion und Erwachsenwerden

In dem 80-minütigen Kinofilm DIE KINDER DER UTOPIE treffen sich sechs junge Erwachsene wieder. Vor zwölf Jahren wurden sie schon einmal dokumentiert – für den Film KLASSENLEBEN.

Sie besuchten damals eine Berliner Grundschule, an der eine zu der Zeit noch außergewöhnliche Form des inklusiven Schulunterrichts stattfand: Kinder mit und ohne Behinderungen wurden gemeinsam unterrichtet. Auch Schwerstbehinderte waren Teil der Klassengemeinschaft.

Gemeinsam sehen sich die jungen Erwachsenen Filmaufnahmen aus ihrer Schulzeit an, begegnen ihrem jüngeren Ich, sprechen bisher Ungesagtes aus und reden darüber, wie sie wurden, was sie sind: Luca ist leidenschaftliche Fotografin, zog es aber vor, ihr Hobby nicht zum Beruf zu machen und studiert stattdessen Umweltwissenschaften; Dennis ist auf dem besten Weg, ein Star am Musical-Himmel zu werden; Christian befindet sich in einer Selbstfindungsphase, hat sein VWL-Studium hingeschmissen und sich zu seiner Homosexualität bekannt; Marvin jobbt in einer Behindertenwerkstatt und sucht seinen Lebenssinn im christlichen Glauben; Johanna lernt mit großer Entschlossenheit Altenpflegerin und möchte bald ganz zu ihrem Freund ziehen; und Natalie will ihr Praktikum als Küchenhilfe in eine Festanstellung wandeln.

Dennis und Christian sitzen am Laptop

Dennis und Christian blicken zurück auf KLASSENLEBEN

Die gemeinsame Schulzeit hat die jungen Menschen geprägt. Christian erzählt: „Dadurch, dass es Grundbestandteil des Klassensystems war, war es akzeptierter, dass es unterschiedliche Geschwindigkeiten gibt im Lernen. Diese Akzeptanz ist wichtig. Das war eben später dann nicht mehr so.”

Wir erleben, wie die Generation Y hier vollkommen selbstverständlich Inklusion lebt. Wer im Film eine Bewertung der inklusiven Erlebnisse sucht, wird sie dort nicht finden: Wir können aus dem Film ganz eigene Schlüsse ziehen.

Was bleibt, wenn der Film endet, ist der Eindruck vom tiefen gegenseitigen Respekt unter den ehemaligen Klassenkamerad*innen.

Porträts von Marvin und Johanna

Marvin und Johanna

Foto unten: Luca und Natalie

Ein Längsschnitt, wie man ihn selten findet: die Großen sehen sich selbst als Kleine, die Zeiten fließen ineinander, und es zeigt sich, dass ein Aspekt der Inklusion aus der Hoffnung in die Wirklichkeit übergesprungen ist.

— Barbara Sichtermann, Publizistin und Schriftstellerin

Aktionsabend 15. Mai

Wir wollen maximale öffentliche Aufmerksamkeit erzielen, indem wir statt eines traditionellen Filmstarts zu einem bundesweiten Aktionsabend einladen: am Mittwoch, dem 15. Mai 2019.

Unser Ziel ist es, Veranstaltungen zumindest in den Kinos der 80 Großstädte in Deutschland möglich zu machen – aber idealerweise auch noch weit darüber hinaus.

Einen Abend lang redet Deutschland über Inklusion – aber entspannter und lösungsorientierter als je zuvor!

Wir nutzen das Kino als Erlebnisraum: nicht nur zur Filmvorführung, sondern auch als Raum zum Nachdenken und Erfahrungsaustausch.

Daher bemühen wir uns, für jedes Kino eine Patenschaft zu finden: eine Person oder Organisation, die im Anschluss an den Film ein offenes Gespräch zum Thema Inklusion anbietet und damit die abstrakte bundesweite Debatte mit der ganz konkreten Situation vor Ort verknüpft. Können Sie vielleicht eine Patenschaft übernehmen? Wir machen es jedenfalls total einfach, das zu organisieren.

Wollen Sie den Film sehen? Das müssen wir ganz schnell wissen, damit der Aktionsabend so groß wie möglich werden kann

Hier geht's los: auf dieser Karte sind die ersten 80 geplanten Vorführungen. Dabei sind wir unbedingt darauf angewiesen, dass Sie uns schon jetzt sagen, dass Sie kommen möchten. Wir wollen ja schließlich die besten Kinos überzeugen, unseren Film zu zeigen!

Und das geht nur, wenn Sie auf der Karte die Markierung Ihrer Wahl klicken und uns eine kurze Rückmeldung geben. Ja, Sie müssen mal wieder ein Formular ausfüllen, aber wir haben es extra ganz bunt und einfach gemacht! Und wenn Ihre Stadt oder Ihr Landkreis noch nicht auf der Karte markiert sind, dann schreien Sie bitte ganz laut "hier"!

Ein beeindruckender Film, wie sehr unterschiedliche junge Menschen den Weg in ihre Zukunft finden.

— Prof. Dr. Jutta Schöler, TU Berlin

Inklusion unter der Lupe

In zahlreichen Artikeln und Gastbeiträgen werfen wir einen neuen Blick auf Inklusion – so unvoreingenommen wie möglich.

Was Erik kann

Schul-Inklusion - das ist eine gute Sache für viele Schüler*innen. Gerade Kinder mit Körperbehinderung passen gut in Regelklassen, wenn die Räumlichkeiten barrierefrei sind. Aber Inklusion geht natürlich nicht bei jedem Kind.

„Statistisch gesehen gibt es mich nicht“

Wie eine junge Frau die Förderschule verließ, zwei Hochschulabschlüsse machte und heute Betriebe und behinderte Menschen berät.

Es geht nicht um das Ob, sondern das Wie

Inklusion an Schulen ist für die Lehrerschaft oftmals eine große Herausforderung. Jetzt müssen die richtigen Bedingungen fürs Gelingen geschaffen werden.

Das gelbe U-Heft

Wir können lernen, die Angst vor Unterschieden zu verlieren.